Museomische Ansätze werden eingesetzt, um einen evolutionären, paläoökologischen und biogeografischen Kontext für radialsymmetrische, fünfflügelige fossile Früchte aus der hochdiversen früheozänen Laguna del Hunco-Flora der Provinz Chubut herzustellen. Gandolfo und Hermsen Vergleiche mit anderen fossilen und modernen Früchten ziehen und die neuen Arten beschreiben Ceratopetalum edgardo-romeroi (Cunoniaceae).

Ceratopetalum edgardoromeroi Gandolfo und Hermsen, sp. Nov.
Ceratopetalum edgardoromeroi Gandolfo und Hermsen, sp. nov. (A) Gesamtansicht des Holotyps mit den fünf Flügeln und dem kreisförmigen Mittelbereich mit Nektar und halbunterliegendem Ovar. MPEF-Pb 5085a. Maßstab = 10 mm. (B) Detail des Mittelbereichs mit Nektar und ausstrahlenden Adern (Pfeile zeigen Beispiele). MPEF-Pb 5085a. Maßstab = 2 mm. (C) Gesamtansicht des Exemplars mit drei vollständigen oder nahezu vollständigen Flügeln und zwei Flügelbasen, ausgeprägtem Nektar, zentralen Griffeln, die die Position des Ovars markieren, und Inter-Flügel-Adern (IWV). MPEF-Pb 5086b. Maßstab = 5 mm. (D) Detail des Fruchtflügels mit drei Hauptadern, die aus dem Mittelbereich austreten und sich distal verzweigen, um ein Retikulum aus Nebenadern zu bilden. MPEF-Pb 5086a. Maßstab = 5 mm. (E) Detail des kreisförmigen zentralen Bereichs mit Enden der strahlenförmigen Adern (RV), Adern zwischen den Flügeln (IWV), Kreuzungspunkte der Adern zwischen den Flügeln und den strahlenförmigen Adern (I) und einer gut erhaltenen umlaufenden Ader (EV), die unter einem Flügel kreuzt. Griffel (ST) sind in der Mitte des Nektariums sichtbar. MPEF-Pb 5086b. Maßstab = 5 mm.

Neben mehreren gemeinsamen Merkmalen wie Symmetrie, Anzahl der Fruchtflügel und Vorhandensein eines auffälligen Blütennektars, die diese neue fossile Art eindeutig in die Gattung Ceratopetalum einordnen, ist das Venenmuster der kleinen Fruchtflügel (Kelchblätter) einzigartig innerhalb der Gattung und kündet diagnostisch die neue Art an. C. edgardo-romeroi ist die älteste bekannte und einzige Aufzeichnung von Ceratopetalum außerhalb von Australasien, und die Entdeckung dieser Art dokumentiert weiter die biogeografische Verbindung zwischen Patagonien und Australasien.