Die Täuschungsstrategien von Orchideen sind nach wie vor kaum verstanden, insbesondere im Hinblick auf die von ihren Blüten abgegebenen chemischen Verbindungen und ihre Wechselwirkung mit verschiedenen taxonomischen Gruppen von Bestäubern. Ada Wróblewska und Kollegen untersuchten die phylogenetischen Verwandtschaftsverhältnisse und verglichen die Schwankungen von blütenchemischen Verbindungen zwischen Nahrungs-Täuschern Daktylorhiza Taxa (D. incarnata var. incarnata und D. incarnata var. Ochroleuca, D. Fuchsii und D. Majalis) aus Populationen im Nordosten Polens. Sie schlagen ein Modell der Evolution der Täuschung vor, das auf chemischen Blütensignalen in dieser Gattung basiert.

Dactylorhiza-Orchidee

Während die genetischen Daten eindeutig die unterschiedlichen Abstammungslinien von unterstützten D. incarnata, D. Fuchsii und D. Majalis, waren die Emissionsmuster ihrer blumenchemischen Verbindungen innerhalb der Reihe gemeinsamer Verbindungen (Alkane und Aldehyde) und taxonspezifischer Verbindungen (Benzenoide und Ester) komplexer. Ihr Blumenbouquet kann das Sexual-, Sozial- und Fressverhalten von Bestäubern auf unterschiedliche Weise beeinflussen. Wir beobachteten, dass die chemischen Verbindungen der Blüten sowohl gemeinsame als auch artspezifische Bestäuber anzogen Daktylorhiza, was den multidirektionalen Charakter von chemischen Blütensignalen in diesen nahrungstäuschenden Taxa bestätigt. Reduzierung der artspezifischen Bestäubung in Daktylorhiza Orchideentaxa können die Hybridisierung zwischen ihnen fördern.