Hoch in den Bergen Europas vollzieht sich eine überraschende Transformation. Anhand von 40 Jahren Satellitendaten entdeckten Choler und seine Kollegen, dass Stellen, an denen früher bis in den Spätsommer Schnee lag, unerwartet grün werden. Indem sie Schneemuster und Pflanzenwachstum in den Alpen, Pyrenäen und im Großen Kaukasus verfolgten, fanden sie heraus, dass diese ehemalige Schneefelder sind heute Hotspots des Pflanzenwachstumsund wirft Fragen über die Zukunft einzigartiger Bergökosysteme auf, die auf lang anhaltenden Schnee angewiesen sind.

Das Team stellte fest, dass der Schnee in den Bergen vor 13 Jahren fast zwei Wochen früher schmolz als früher. Die Wissenschaftler maßen eine Verschiebung von etwa 1980 Tagen im Vergleich zu den 80er Jahren. Die meisten Berggebiete oberhalb der Baumgrenze (etwa 20 %) werden grüner, wobei ein Fünftel einen dramatischen Anstieg des Pflanzenwachstums von über XNUMX % verzeichnet.

Die größten Veränderungen finden an überraschenden Orten statt – an felsigen Nordhängen, die früher fast kahl waren, weil der Schnee dort so lange liegen blieb. Die zusätzliche Wärme – im Juli durchschnittlich fast ein Grad Celsius – und die frühere Schneeschmelze haben an diesen Orten größere Auswirkungen als der allgemeine Temperaturanstieg.

Choler und seine Kollegen verfolgten die Veränderungen der Berge, indem sie Tausende von Satellitenbildern analysierten, die Schneebedeckung und Pflanzenwachstum zeigten. Sie untersuchten Temperaturaufzeichnungen, um zu berechnen, wie viel zusätzliche Wärme die Pflanzen aufgrund der früheren Schneeschmelze erhielten. Am Boden untersuchten sie über 9,000 Flächen der Bergvegetation, um herauszufinden, welche Pflanzengemeinschaften sich am meisten veränderten. Diese Kombination aus Weltraumaufnahmen und Daten vom Boden lieferte ihnen ein vollständiges Bild der Veränderungen der Berge.

Wissenschaftler wussten bereits, dass die Schneedecke in der gesamten nördlichen Hemisphäre aufgrund des Klimawandels abnimmt, konnten jedoch nicht erklären, warum manche Bergregionen viel grüner wurden als andere. Diese Studie zeigt, dass spät schmelzende Schneefelder für diese Muster entscheidend sind. Wenn diese Schneeflecken verschwinden, schaffen sie neue Möglichkeiten für Pflanzen, an Orten zu wachsen, die zuvor zu unwirtlich waren, was zur Entstehung neuer Bergökosysteme führen könnte, was Anlass zur Sorge gibt, da diese bereits Zufluchtsorte für einige spezialisierte Bergarten sind.

Choler P., Bayle A., Fort N. & Gascoin S. 2024. Abschmelzende Schneefelder haben sich in Hotspots der Begrünung innerhalb der alpinen Zone verwandelt. Nature Climate Change. https://doi.org/10.1038/s41558-024-02177-x ($)
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