Die Untersuchung der Pflanzenevolution und -entwicklung in einem phylogenetischen Kontext hat die Forschungsfortschritte in beiden Bereichen im letzten Jahrzehnt beschleunigt. Die Hinzufügung einer robusten Phylogenie für praktisch alle Pflanzentaxa auf der Grundlage von DNA sowie Morphologie hat dieser Forschung einen starken Kontext gegeben. Genetik und Genomik, einschließlich der Sequenzierung vieler Gene, und ein besseres Verständnis nicht-genetischer, reaktionsfähiger Veränderungen durch Pflanzen haben das Wissen darüber erweitert, wie die verschiedenen Körperformen von Pflanzen entstanden sind. Heslop-Harrison Überblick über die Papiere in diesem Sonderheft, das eine Reihe von Arbeiten zusammenführt, die Phylogenie und Morphologie verbinden, was zu Modellen der Entwicklung und funktionellen Anpassung über eine Reihe von Pflanzensystemen hinweg führt.

Pflanzenanpassung ergibt sich aus ihrer Morphologie, die selbst ein Produkt von Evolution und Entwicklung ist.
Pflanzenanpassung ergibt sich aus ihrer Morphologie, die selbst ein Produkt von Evolution und Entwicklung ist. In dieser Abbildung werden die Aspekte und Wechselwirkungen der Forschung auf verschiedenen Ebenen gezeigt, wobei die Arbeit Auswirkungen auf die gesamte Botanik hat, einschließlich des Verständnisses der Pflanzenphylogenese und der Artenbildung, sowie für Ökologie und Ökosysteme.

Die Artikel in dieser Sonderausgabe umfassen Studien zu einer Vielzahl von Arten aus vielen Ökosystemen, wobei die gesamte Palette der Techniken verwendet wird, die dem Botaniker zur Verfügung stehen. In allen Artikeln wird die Grundlagenforschung mit weitgehend nicht angebauten Arten erörtert, aber die Auswirkungen sowohl auf die Pflanzenproduktion als auch auf den Ökosystem- oder Umweltschutz sind insgesamt offensichtlich. Da Gene, die an der Morphologie beteiligt sind, immer besser verstanden werden, können wir die Ergebnisse verbessern und berücksichtigen, was von Pflanzen benötigt wird – das Konzept der Superdomestikation, entscheiden, was benötigt wird, und dann nach der Quelle der Gene suchen, um diese Anforderung zu erfüllen (in einem anderen Sonderheft über Domestizierung behandelt). Domestizierungsgene könnten ein interessantes Interessengebiet für zukünftige morphologische Anpassungen werden: vielleicht die Erhöhung der Anzahl von Arten, bei denen es sich lohnt, sie zu züchten.

Dieses Papier ist Teil von die Sonderausgabe über Morphologie und Anpassung. Es ist für einen begrenzten Zeitraum bis Ende Januar 2018 KOSTENLOS zugänglich. Ab November 2018 ist es dann kostenlos.