
Die Koexistenz von Waldbaumarten wurde oft mit Unterschieden in ihrer Reaktion auf die Lichtverfügbarkeit während der Regenerationsphase in Verbindung gebracht. Van Couwenberghe et al. studieren Sie natürliche regenerierte farbtolerante Fagus sylvatica und Schatten-Mittelstufe Quercus petraea Sämlinge und stellen fest, dass es zwischen den beiden Arten entlang eines leichten Gradienten oder entlang von Dichte-, Mischungs- oder Sämlingsgrößengradienten zu keiner Rangumkehr kommt. Die Ergebnisse unterstützen somit nicht die klassische Annahme, dass räumliche Heterogenität in einer Baumkronenöffnung die Koexistenz der beiden untersuchten Arten erklären würde. Stattdessen wird vermutet, dass der Hauptgrund für die Dynamik dieser gemischten Bestände die räumliche Variation der lokalen Größenhierarchien zwischen Sämlingen ist, die durch Unterschiede in der Keimlingsauflaufzeit oder der anfänglichen Sämlingsleistung verursacht werden können.
