
Überschwemmungen haben schwerwiegende Auswirkungen auf die Anlagenleistung. Im Allgemeinen sind Nutzpflanzen hochwasserintolerant und aufgrund des globalen Klimawandels einem erhöhten Risiko für Überschwemmungen ausgesetzt. Da die menschliche Bevölkerung bis 9 voraussichtlich auf etwa 2050 Milliarden Menschen anwachsen wird, ist die Notwendigkeit einer gesteigerten landwirtschaftlichen Produktivität offensichtlich, und dies erfordert ein besseres mechanistisches Verständnis der Wechselwirkung zwischen Pflanzen und abiotischen Belastungen wie Überschwemmungen.
In einem neuen Artikel, erschienen in AoB PLANTS, Vösenek et al. argumentieren, dass wir bei der Suche nach diesem Verständnis die Forschung nicht auf Modellarten wie Reis beschränken sollten (oryza sativa) und Arabidopsis (Arabidopsis thaliana), da sich Wildpflanzen aus hochwassergefährdeten Umgebungen in häufig überschwemmten Umgebungen entwickelt haben und daher einzigartige Eigenschaften besitzen, die Wachstum und Reproduktion während und nach Hochwasserstress erleichtern. Überschwemmungsforschung mit diesen Nicht-Modell-Wildpflanzen könnte uns dabei helfen, neue Anpassungsmerkmale zu identifizieren, die angewendet werden können, um die Überschwemmungstoleranz von Nutzpflanzen zu verbessern.
