Grasland gehört zu den am stärksten bedrohten Ökosystemen weltweit. Mehr als 40 % der ursprünglichen Fläche sind in landwirtschaftliche Flächen umgewandelt worden. Milano und seine Kollegen untersuchten 29 einheimische Futterpflanzenarten aus der Pampa Austral in Argentinien, um die besten Kandidaten für ökologische Wiederherstellungsprojekte.
Das Team maß die Größe und Masse der Samen und testete, wie sich die Samen im Labor und auf dem Feld verhielten. Auffällig war, dass Arten mit schwereren Samen im Feld viel höhere Keimraten aufwiesen als Arten mit leichteren Samen. Dieser Zusammenhang bleibt sogar bestehen, wenn man verschiedene Pflanzengruppen wie Hülsenfrüchte und Gräser separat vergleicht.
Interessanterweise stellten sie keinen Zusammenhang zwischen der Keimung von Samen im Labor und ihrer Fähigkeit, auf dem Feld aufzutauchen und sich zu etablieren, fest. Daher ist die Samenmasse ein hilfreiches Merkmal für die schnelle Auswahl der richtigen Pflanzen für Projekte zur Wiederherstellung von Grünland.
Diese Ergebnisse widersprechen der Vorstellung, dass die Keimfähigkeit eines Samens der wichtigste Faktor bei der Auswahl von Arten für erfolgreiche Wiederherstellungsprojekte ist. Stattdessen legen sie nahe, dass andere Merkmale wie die Samenmasse bessere Prädiktoren für den Ansiedlungserfolg einer Pflanze sein könnten. Die Forscher schlagen vor, die Samenmasse als schnelle und einfache Methode zu verwenden, um die vielversprechendsten Arten für die Wiederherstellung von Grünland zu identifizieren.
Milano, C., Pérez, DR, Scarfó, MC, Rodríguez, DA, Cuppari, SY, & Loydi, A. (2024). Die Samenmasse beeinflusst das Auflaufen, aber nicht die Keimung bei einheimischen Grünlandfutterarten. Restoration Ecology, 14248. https://doi.org/10.1111/rec.14248 ($)
