Nicht alle Pflanzeninvasionen sind gleich. Forschungen von Oduor und Kollegen in Ökologie zeigt, dass invasive Pflanzen sich manchmal gegenseitig bei der Übernahme von Territorien unterstützen können. Damit dies jedoch geschieht, Die Bodenverhältnisse müssen stimmen. Die Erkenntnisse haben wichtige Auswirkungen auf das Ökosystemmanagement und die Kontrolle invasiver Arten.

Oduor und seine Kollegen untersuchten Pflanzeninvasionen anhand von zwei Hypothesen. Die Stressgradientenhypothese sagt voraus, dass sich Pflanzen bei Nährstoff- oder Wassermangel im Boden eher gegenseitig helfen als miteinander zu konkurrieren. Die andere Hypothese war die Invasions-Meltdown-Hypothese. Sie geht davon aus, dass sich die Auswirkungen eindringender Arten auf einheimische Arten verstärken und verstärken können.

Mithilfe verschiedener Pflanzen, die in einem Gewächshaus gezüchtet wurden, um eine Pflanzeninvasion zu simulieren, stellte das Team fest, dass sich invasive Pflanzen unter Stressbedingungen tatsächlich gegenseitig halfen. Darüber hinaus halfen auch die einheimischen Pflanzen den Eindringlingen, was sowohl die Stressgradienten- als auch die Invasionsschmelze-Hypothese unterstützte.

In nährstoffreichen Böden gediehen invasive Pflanzen jedoch schlecht, da sie um dieselben Ressourcen konkurrierten. Dies lässt darauf schließen, dass eine Nährstoffanreicherung invasiven Arten nicht immer zugute kommt, wie bisher angenommen. Auch Wasser spielte eine Rolle, denn gut bewässerte Bedingungen begünstigten invasive Pflanzen gegenüber einheimischen. Trockenstress sorgte für Chancengleichheit zwischen invasiven und einheimischen Arten.

Die Erkenntnisse legen nahe, dass bei der Kontrolle invasiver Arten ein differenzierter Ansatz erforderlich ist. Dazu gehört auch die Notwendigkeit, die Ansiedlung mehrerer invasiver Arten in nährstoffarmen Lebensräumen zu verhindern.

Oduor, AMO, H. Yu und Y. Liu. 2024. „Invasive Pflanzenarten unterstützen sich gegenseitig bei ihrem Wachstum unter nährstoffarmen Bedingungen, konkurrieren aber, wenn Nährstoffe im Überfluss vorhanden sind.“ Ecology e4401. https://doi.org/10.1002/ecy.4401


Cross-Posting auf Bluesky, Mastodon & Themen.