Morphologische, physiologische und biochemische Merkmale von Blättern neigen dazu, in koordinierter Weise zu variieren, wie durch das Leaf Economics Spectrum (LES) beschrieben. Dennoch sind einige Aspekte, wie z. B. wie sich die Quellen der Blattmerkmalsvariationen auf die LES-Vorhersagen auswirken, noch wenig untersucht.

Junge Spitzenblätter von Cistus creticus subsp. eriocephalus im Spätfrühling. Bildnachweis: Andrea Bonito.

In einer kürzlich veröffentlichten Studie in AoB PLANTS, Puglielli und Varone Testen Sie, ob Variationen von Blattmerkmalen innerhalb verschiedener Blattkohorten den LES verändern könnten. Eine Datenbank zu blattmorphologischen und physiologischen Merkmalen verschiedener Blattkohorten von Zistrose Die Artengruppe wurde anhand von Literaturdaten zusammengestellt. Es handelt sich um saisonal dimorphe Sträucher mit zwei klar definierten Blattjahrgängen pro Jahr: Sommer- und Winterblätter. Zu den untersuchten Merkmalen gehörten Blattmasse, Blattdicke, Blattdichte, Nettophotosyntheserate und Stickstoffgehalt. Die Ergebnisse der Studie deuten darauf hin, dass sich die verschiedenen Blattjahrgänge immergrüner, saisonal dimorpher Arten signifikant vom natürlichen Blattmodell (LES) unterscheiden. Darüber hinaus zeigen sie, dass Arten mit verlängerter Blattproduktion während einer Vegetationsperiode, wie beispielsweise immergrüne Pflanzen, innerhalb einer einzigen Vegetationsperiode von einer konkurrenzstärkeren zu einer stresstoleranteren Strategie wechseln können. Dies bietet einen neuen Rahmen, um die zukünftigen Reaktionen immergrüner Pflanzen auf die Hauptursachen des globalen Klimawandels besser zu untersuchen. Dies ist besonders wichtig, da die funktionellen Unterschiede zwischen den zu verschiedenen Zeitpunkten während einer Vegetationsperiode gebildeten Blättern aufgrund des globalen Klimawandels voraussichtlich zunehmen werden.