
Die Quantifizierung der Auswirkungen von Populationsengpässen und Inzucht auf die genetische Variation, die der Fitness natürlicher Populationen zugrunde liegt, ist von zentraler Bedeutung für das Verständnis der potenziellen Grenzen der natürlichen Selektion. Ein Ansatz besteht darin, die Heterosis bei Kreuzungen zwischen Populationen abzuschätzen und so schädliche Mutationen aufzudecken, die durch zufällige genetische Drift innerhalb von Populationen fixiert wurden. In einer aktuellen Studie veröffentlicht in AoB PLANTS, Oakleyet al. geschätzte Heterosis in Selbstbefruchtungs- und Auskreuzungspopulationen des mehrjährigen Krauts Arabidopsis lyrata. Sie fanden eine massive Heterosis in selbstsüchtigen Populationen, aber eine starke Heterosis sogar in Outcrossing-Populationen. In Kombination mit anderen Informationsquellen deuten ihre Ergebnisse auf eine gemeinsame Geschichte von Bevölkerungsengpässen hin, wobei möglicherweise schwerwiegende Engpässe mit dem Übergang zum Selfing verbunden sind.
