Forscher haben durchgeführt eine umfassende Übersicht über Studien zur Vegetation von Schulhöfen, und deckte sowohl vielversprechende Trends als auch besorgniserregende Lücken auf. Sanna Ignell und Kollegen von der Schwedischen Universität für Agrarwissenschaften stellten fest, dass die Forschung auf diesem Gebiet zwar schnell wächst, es ihr jedoch oft an entscheidenden Details und einer globalen Perspektive mangelt.

Das auffälligste Ergebnis der Studie ist das jüngste gestiegene Forschungsinteresse. Seit 2003 ist die Zahl der Veröffentlichungen über die Vegetation auf Schulgeländen jährlich um beeindruckende 13.5 % gestiegen und übertrifft damit das allgemeine Wachstum der wissenschaftlichen Literatur. Dies spiegelt eine wachsende Anerkennung der Bedeutung von Grünflächen in Bildungseinrichtungen wider.

Allerdings stellten die Forscher fest, dass die meisten Studien aus einem engen geografischen Bereich stammen. Fast 80 % der Forschung stammt aus Europa, Nordamerika, Australien und Neuseeland. Dies hinterlässt große blinde Flecken in unserem Verständnis von Schulbegrünungen in anderen Teilen der Welt, insbesondere in den sich rasch urbanisierenden Regionen des globalen Südens.

Ein weiteres zentrales Problem ist der Mangel an Details in vielen Studien. Forscher verwenden oft vage Begriffe wie „Natur“ oder breite Kategorien wie „Bäume“, ohne Arten oder räumliche Eigenschaften anzugeben. Dies erschwert den Vergleich der Ergebnisse verschiedener Studien oder das Ziehen konkreter Schlussfolgerungen über die Auswirkungen verschiedener Vegetationsarten.

Der Bericht hebt auch die große Bandbreite der Forschungsthemen in diesem Bereich hervor. Die Studien decken Themen von Ökokompetenz und Mikroklimaeffekten bis hin zu körperlicher Aktivität und geistiger Gesundheit ab. Viele dieser Bereiche überschneiden sich in der aktuellen Forschung jedoch nicht, sodass potenzielle Verbindungen unerforscht bleiben.

Diese Studie baut auf früheren Arbeiten auf, die die Vorteile von Schulgärten untersuchten. Frühere Untersuchungen haben beispielsweise gezeigt, dass grüne Schulgelände die schulischen Leistungen verbessern, die körperliche Aktivität steigern und die Verbindung der Schüler zur Natur stärken können.

Ignell, S., Wiström, B., Levinsson, A. & Jansson, M. (2024). Untersuchung der Vegetationsforschung auf Schulgeländen: Eine systematische Kartierungsübersicht. Urban Forestry & Urban Greening, 128494. https://doi.org/10.1016/j.ufug.2024.128494(OA)


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