Studien, die die Auswirkungen des Empfangs heterospezifischer Pollen (HP) auf den Fortpflanzungserfolg von Pflanzen bewertet haben, haben im Allgemeinen die Variabilität der natürlichen abiotischen Umgebung, in der Pflanzen wachsen, übersehen. Schwankungen abiotischer Bedingungen, wie Licht- und Wasserverfügbarkeit, haben das Potenzial, Pollen-Stigma-Wechselwirkungen (dh Artgenossen-Pollenkeimung und -leistung) zu beeinflussen, was wahrscheinlich die Auswirkungen des HP-Empfangs beeinflussen wird. Daher erfordert ein vollständigeres Verständnis des Ausmaßes, der Stärke und der Folgen von Pflanze-Pflanze-Wechselwirkungen über HP-Transfer eine bessere Berücksichtigung des Bereichs abiotischer Bedingungen, unter denen diese Wechselwirkungen auftreten.

Celaya et al. Bewertung der Wirkung von zwei HP-Spendern (Tamonea curassavica und Angelonia angustifolia) auf den Fortpflanzungserfolg von Cuphea gaumeri und stellen fest, dass der HP-Empfang eine Abnahme des Pollenschlauchwachstums verursacht, aber nur, wenn die Verfügbarkeit von Wasser, Licht oder beidem gering ist, und nicht, wenn die Verfügbarkeit beider Ressourcen hoch ist. Die Ergebnisse zeigen, dass das Ergebnis interspezifischer Interaktionen nach der Bestäubung durch HP-Transfer kontextabhängig sein und mit abiotischen Bedingungen variieren kann, was darauf hindeutet, dass abiotische Effekte in natürlichen Populationen möglicherweise unterschätzt werden.
