
Die Bedeutung der Regeneration für die Spezialisierung von Pflanzenlebensräumen wurde kaum untersucht. zehn Brink et al. untersuchen den adaptiven Zusammenhang zwischen Keimökologie und Spezialisierung auf entweder Wald- oder Offenlebensräume in einem Vergleichsexperiment mit 17 kongenerischen Artenpaaren mit gegensätzlicher Habitatpräferenz. Sie fanden heraus, dass Samen von Wald- und offenen Lebensraumarten unterschiedlich auf Umweltreize reagieren. In einem konzeptionellen Modell zeigen sie, dass Arten aus den beiden Lebensräumen angepasst sind, um unterschiedliche zeitliche (Saison) und räumliche (Lebensraum) Zeitfenster zu nutzen, und sie schlagen vor, dass andere Phasen im Pflanzenlebenszyklus als die etablierte Phase als wichtig angesehen werden sollten in der adaptiven Spezialisierung.
