Ich erinnere mich, dass ich gelesen habe, dass Gras einen enormen Einfluss auf Ökosysteme hatte, aber vielleicht seine beste Chance verpasst hat, berühmt zu werden. Es ist möglich Gras wäre als Mörder der Dinosaurier bekannt gewesen, wenn nicht schon vorher ein Meteorit eingedrungen wäre.

Der Grund, warum Gras so tödlich sein kann, liegt an Phytolithen, kleine Kieselsäurekörper, die sich in und um Pflanzenzellen bilden, insbesondere in Gras. Während in der Gegenwart viele Studien über Phytolithen durchgeführt werden, insbesondere für Umwelt- und archäologische Studien, ist nicht viel über ihre Evolutionsgeschichte bekannt. Ofir Katz hat einen neuen Artikel herausgebracht, der helfen könnte, diese Lücke zu schließen, Silica-Phytolithen in Angiospermen: Phylogenie und frühe Evolutionsgeschichte.

Pferdeschwanz
„Candocks“ des Großen Schachtelhalms (Equisetum telmateia subsp. telmateia) mit seinen quirlständigen Zweigen und den winzigen, dunkelspitzigen Blättern. Foto: Rror / Wikipedia.

Von besonderem Interesse ist die Beobachtung, dass Schachtelhalme in der späten Kreidezeit in großer Zahl vorhanden waren. Diese hätten einen wichtigen Teil der Nahrung für Pflanzenfresser ausgemacht. Sie sind jedoch reich an Phytolithen. Katz stellt fest, dass die Hadrosauriden wurden angepasst, um abrasivere Pflanzen zu fressen.

Der Drang, neue Anpassungen in phytolithreichen Pflanzen zu schaffen, könnte also mit der Koevolution mit den letzten Dinosauriern begonnen haben. Wenn dem so ist, dann war Gras vielleicht nicht das Ende der Dinosaurier, sondern eher ein Partner in einer neuen Phase der Evolution. Das K/T-Ereignis hat jedoch eingegriffen, sodass wir es vielleicht nie erfahren werden.

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[vollständig klar]

Ofir Katz, 2015, 'Silica-Phytolithen in Angiospermen: Phylogenie und frühe Evolutionsgeschichte', New Phytologist. http://dx.doi.org/10.1111/nph.13559