Eine erfolgreiche Orchideenkeimung, Embryoentwicklung und Setzlingsetablierung erfordern das Vorhandensein von Mykorrhizapilzen. Es ist jedoch wenig über die Nischenanforderungen für die Keimung von Orchideensamen in situ bekannt, insbesondere über die Rolle und Wirtsspezifität von Mykorrhizapilzen während der Keimung und der anschließenden Sämlingsentwicklung.

Hoang et al. beschreiben die vielfältigen Wirkungen der Co-Kultur von Mykorrhiza-Pilzstämmen, isoliert aus den Wurzeln der gefährdeten blattlosen Geisterorchidee (Dendrophylax lindeni), über in vitro Samenkeimung, Sämlingsanatomie und Entwicklungsmorphologie. Der Pilzstamm Dlin-394 wurde als möglicher Keimungsmykobiont der Geisterorchidee bestätigt, der die Samenkeimung und die Keimlingsentwicklung signifikant förderte. Die Studie hebt die Implikationen dieser Ergebnisse für die Entwicklung effizienter Verfahren für die Produktion und Auspflanzung von Ghost-Orchideen hervor.
