Genetische und morphologische Signatur des alten Agavenanbaus
Genetische und morphologische Signatur des alten Agavenanbaus

Mehrere Arten von Agave wurden prähistorisch für Nahrungsmittel und Fasern in Arizona, USA, angebaut, und Reliktpopulationen, die heute in der Landschaft verbleiben, können einen Einblick in alte Anbaupraktiken geben. Parker et al. prüfen, ob früher kultiviert Agave parryi Populationen tragen immer noch eine vorhersagbare genetische und morphologische Signatur, indem Populationen ungewisser Herkunft mit bekannten wilden und kultivierten Populationen verglichen werden. Sie finden weniger genetische und morphologische Variationen und eine stärkere Populationsdifferenzierung in Populationen, die in der Vergangenheit aktiv kultiviert wurden, als in wilden Gegenstücken, und schließen daraus, dass dort, wo archäologische Informationen fehlen, die genetische Signatur von Agave Populationen können somit verwendet werden, um auf ihre Evolutionsgeschichte zu schließen und fruchtbare Orte für die archäologische Untersuchung präkolumbianischer Anbaupraktiken zu identifizieren. Derselbe Ansatz kann natürlich auch für andere Arten in ähnlichen Situationen übernommen werden.