Die Variation von intraspezifischen Pflanzenfunktionsmerkmalen bietet mechanistische Einblicke in die Persistenz und kann auf die Anpassungsfähigkeit der Population schließen. Die meisten Studien untersuchen jedoch die intraspezifische Merkmalsvariation in Systemen, in denen geografische und ökologische Entfernungen kovariieren. Ein solches Design verringert die Gewissheit von Merkmal-Umwelt-Assoziationen, und es ist unerlässlich für Studien, die Merkmal-Umwelt-Assoziationen in Systemen durchführen, in denen die Umweltentfernung unabhängig von der geografischen Entfernung variiert.

In einer kürzlich veröffentlichten Studie in AoB PLANTS, Baruch et al. studierte einen einheimischen australischen Strauch – dodonaea viscosa, oder Klebriger Hopfenbusch – in freier Wildbahn und in einem Gartenexperiment und fand heraus, dass sich die Art leicht an verschiedene Umgebungen anpassen kann D. Viskose Die Anpassungen an die Umwelt waren hochgradig plastisch (z. B. spezifische Blattfläche, Stickstoffgehalt der Blätter, Kohlenstoff- und Stickstoffisotopenverhältnisse, Spaltöffnungsgröße und -dichte). Die Ergebnisse sind besonders interessant, da die in der Studie verwendeten Pflanzen von Standorten mit recht unterschiedlichen Umweltbedingungen stammten (insbesondere unterschieden sie sich in Trockenheit und Höhenlage), obwohl diese nur geringe Entfernungen (< 100 km) voneinander entfernt lagen. D. Viskose in Südaustralien üblicherweise zur Wiederherstellung verwendet wird und die lokalen Populationen keine starke genetische Differenzierung in funktionellen Merkmalen aufweisen, sind die potenziellen Risiken der Übertragung von Saatgut über die breiten Umweltbedingungen wahrscheinlich kein signifikantes Problem.
