Fruchtheteromorphismus wird als Wettabsicherungsstrategie angesehen, um mit räumlich oder zeitlich heterogenen Umgebungen fertig zu werden. Das unterschiedliche Verhalten der Fruchtmorphe derselben Art könnte auch während der Einbürgerung von Vorteil sein, sobald die Art in ein neues Verbreitungsgebiet eingeführt wurde. Bisher hat jedoch keine Studie den Zusammenhang zwischen Fruchtheteromorphismus und Einbürgerungserfolg auf globaler Ebene für eine große Gruppe von Pflanzenarten getestet.

Diagramm der heteromorphen und monomorphen Einbürgerung

Fenesi et al. zeigen, dass heteromorphe Arten eher außerhalb ihres natürlichen Verbreitungsgebiets eingebürgert werden. Unter den eingebürgerten Arten unterschieden sich heteromorphe und monomorphe Arten jedoch nicht in der Anzahl der Weltregionen, in denen sie eingebürgert wurden. Sowohl eine kurze Lebensdauer als auch eine hohe Statur förderten den Einbürgerungserfolg, und als die Lebensgeschichte und die Größe in die Modelle einbezogen wurden, wurde der Effekt des Fruchtheteromorphismus auf die Einbürgerungsfähigkeit nicht signifikant. Dennoch wurden unter den hohen Pflanzen heteromorphe Zierarten im Allgemeinen und in mehr Regionen mit signifikant höherer Wahrscheinlichkeit eingebürgert als monomorphe Arten.

Ihre Ergebnisse belegen, dass bei Asteraceae die Produktion heteromorpher Früchte mit dem Einbürgerungserfolg assoziiert ist. Es scheint jedoch, dass nicht der Fruchtheteromorphismus an sich, sondern eine erfolgreiche Kombination anderer biologischer Merkmale bei fruchtheteromorphen Arten, nämlich kurze Lebensdauer und hohe Statur, zu ihrem Einbürgerungserfolg beiträgt.