Fotografien, die (a) eine Blume mit natürlicher Beschädigung durch florivore Insekten und (b) ein Beispiel für paarige Blumen zeigen, von denen eine intakt und eine experimentell beschädigt ist. Bildrechte: P. Garvey und M. Dhami.
Fotografien, die (a) eine Blume mit natürlicher Beschädigung durch florivore Insekten und (b) ein Beispiel für paarige Blumen zeigen, von denen eine intakt und eine experimentell beschädigt ist. Bildrechte: P. Garvey und M. Dhami.

Blütenfresser oder Schäden an Blüten durch Pflanzenfresser können dazu führen, dass Blüten für Bestäuber weniger attraktiv sind, was möglicherweise zu einer verminderten Fitness der Pflanzen führt. Allerdings haben nur wenige Studien Beobachtungen mit Experimenten kombiniert, um den kausalen Zusammenhang zwischen Blütenfressern und Bestäubung zu ermitteln. In einer aktuellen Studie veröffentlicht in AoB PLANTS, Tsujiet al. führten Feldbeobachtungen und Experimente durch, um die Wirkung von Pflanzenfressern auf die Bestäubung in der von Kolibris bestäubten klebrigen Affenblume zu untersuchen. Sie verwendeten zwei Indikatoren für den Besuch von Bestäubern: Narbenschließung und das Vorhandensein von Mikroorganismen im Blütennektar. Die Feldbeobachtungen zeigten, dass der Narbenschluss bei beschädigten Blüten weniger häufig war als bei intakten Blüten. In den Experimenten verringerte Blütenschädigung jedoch nicht den Narbenverschluss oder den mikrobiellen Nachweis. Diese Ergebnisse sprechen eine warnende Geschichte: Eine negative Assoziation zwischen Florivorie und Bestäuberbesuchen kann beobachtet werden, ohne dass Florivorie den Bestäuberbesuch beeinflusst.