Bestäubung durch Kolibris bei Ipomoea marcellia (A) und durch Fledermäuse bei I. aff. Marcellia (B). (Bildnachweis: die Autoren)

Blütenattribute entwickeln sich als Reaktion auf häufige und effiziente Bestäuber, die potenziell wichtige Faktoren für die Diversifizierung der Blütenpracht und die Isolation der Fortpflanzung sind. In diesem Zusammenhang heißt es in einer neuen Studie, die in veröffentlicht wurde AoB PLANTS, Queirozet al. untersuchte die Bestäubung in zwei Ko-Blüten Ipomoea Taxa (I. Marcellia und ich.aff. marcellia), die die gleichen Bestäuber (Fledermäuse und Kolibris) haben und Ähnlichkeiten in den Blütenmerkmalen aufweisen, was die Mischung von Pollen und den Verlust von pflanzengenetischem Material begünstigt. Sie fanden heraus, dass Unterschiede in der Blütenlänge zwischen den Pflanzen die Pollenablagerung auf verschiedenen Körperteilen der Bestäuber ermöglichten, wodurch die Pollenmischung verringert wurde. Außerdem könnten Unterschiede in den Öffnungszeiten der Blüten die effektivere Bestäubung durch Fledermäuse bei einer der Pflanzen und durch Kolibris bei der anderen erklären. Dieser Trend zur Bestäuberspezialisierung kann die Koexistenz dieser Pflanzen begünstigen.