
Wiederholte Hybridisierungen und/oder Polyploidisierungen verwirren die taxonomische Klassifikation und phylogenetische Inferenz, und multiple Kolonisationen auf unterschiedlichen Zeitskalen erschweren biogeografische Rekonstruktionen. Pimentel et al. sequenziere drei Plastiden- und zwei Kern-DNA-Regionen in 17 Anthoxanthum Taxa, um die Rolle dieser Prozesse bei der Gestaltung der aktuellen Struktur und Vielfalt der Gattung aufzudecken. Variation der Blütenmorphologie in Anthoxanthum (Abschnitte Anthoxanthum und Ataxia) kann durch ein miozänisches Hybridisierungsereignis zwischen Linien mit einer und drei fruchtbaren Blüten erklärt werden. Alle Diversifikationsereignisse in der Gattung bis auf eines werden zwischen dem späten Pliozän und dem späten Pleistozän datiert. Afrika wurde offenbar zweimal aus zwei verschiedenen Quellen kolonisiert, nämlich Europa und Ostasien.
