
Bei gemeinsam blühenden Arten kann es zu interspezifischen Hybridisierungen kommen, wenn sie eng miteinander verwandt sind und gemeinsame Bestäuber haben. Allerdings kann eine Reihe von Fortpflanzungsbarrieren zwischen Arten den interspezifischen Genfluss verhindern, wodurch die natürliche Hybridisierung zu einem vorübergehenden, seltenen Ereignis wird. In einer aktuellen Studie veröffentlicht in AoB PLANTS, Zhang et al. bewerteten die interspezifische Hybridisierung und potenzielle isolierende Barrieren zwischen Co-Blüte Silene asclepiadea und S. Yunnanensis in einer alpinen Gemeinde im Südwesten Chinas. Sowohl morphologische als auch molekulare Daten deuteten auf mutmaßliche natürliche Hybriden zwischen diesen Arten mit Pollen hin S. Yunnanensis befruchtende Eizellen von S. asclepiadae. Die Autoren fanden auch heraus, dass Pollenproduktion und Lebensfähigkeit bei mutmaßlichen Hybriden signifikant niedriger waren als bei den Elternarten. Die geringe Fruchtbarkeit der Hybriden und andere Fortpflanzungsbarrieren zwischen den beiden Arten könnten zur Artentreue beitragen.
