Das Scheitern von Hybridsamen kann als starke und sich schnell entwickelnde Artenbarriere bei Blütenpflanzen dienen. Basierend sowohl auf der Evolutionstheorie als auch auf empirischen Beobachtungen wurde das Endosperm als der Nexus von Entwicklungsstörungen impliziert, die zur Abtreibung von Hybridembryos führen.

Arbeit von Roth et al. auf wilden Tomaten (Solanum Abschnitt Lycopersikon, Solanaceae) beweist, dass das Scheitern von Hybridsamen fast überall zwischen zwei von drei untersuchten Artenpaaren auftritt, während das dritte Paar Mischungen aus nicht lebensfähigen und lebensfähigen Hybridsamen ergibt. Sie identifizierten Endosperm-Proliferationsdefekte im frühen Stadium des kugelförmigen Embryos als plausible Ursache für Samenabort. Ihre Beobachtungen deuten auf Ähnlichkeiten bei der Fehlfunktion des Hybrid-Endosperms zwischen Entwicklungstypen (Endosperm vom Kern- und Zelltyp) hin und können den Weg für zukünftige Arbeiten ebnen, die morphologische und molekulare Fußabdrücke des Versagens von Hybridsamen integrieren.
