Embryonen des Mooses Aloina ambigua sind induzierbar austrocknungstolerant (DT) und erfordern eine langsame Trocknungsperiode, um Toleranz gegenüber Lufttrockenheit zu verleihen. Die Verhärtung gegenüber DT beschreibt einen Zustand der vorübergehenden Toleranz gegenüber einem schnellen Trockenereignis (< 30 min vom vollen Turgor bis zur Lufttrockenheit), der durch ein vorheriges langsames Trockenereignis verliehen wird.

Toast et al. fanden zum ersten Mal heraus, dass Moosembryos tatsächlich gegen DT gehärtet werden können, indem die Embryonen zuerst langsam getrocknet und bei 50 % relativer Luftfeuchtigkeit äquilibriert wurden, dann die Embryonen rehydriert und in Abständen von 24 h einem schnellen Trockenereignis ausgesetzt wurden. Der Grad der Aushärtung auf DT ist abhängig von der vorangegangenen langsamen Trocknungsgeschwindigkeit. Schließlich wird eine neue Metrik zur Bewertung von DT als Mindesttrocknungsrate vorgestellt, damit sich Sprossen oder Embryonen nach Rehydrierung unbeschädigt erholen.
