
Topographisch komplexe Landschaften weisen große Klimaschwankungen auf. Diese Klimaheterogenität wird mit einer hohen Artenvielfalt in Verbindung gebracht und kann das Fortbestehen von Arten bei einem sich ändernden Klima ermöglichen. Es ist jedoch unklar, wie die Zusammensetzung der Gehölzvegetation auf die Klimaheterogenität reagiert, die durch mehrere Klimavariablen auf topografischen Skalen von 10–100 Metern definiert wird. In einer aktuellen Studie veröffentlicht in AoB PLANTS, Altvater u. quantifizierten sowohl die Vegetationszusammensetzung als auch Klimavariablen in diesem Maßstab in einem topographisch komplexen kalifornischen Waldgebiet und stellten fest, dass Waldgemeinschaften empfindlich auf Klimaschwankungen reagieren. Diese Beziehung war jedoch schwach, was darauf hindeutet, dass ökologische Prozesse auf lokaler Ebene (z.B, Störung, Ausbreitungsbegrenzung) vermitteln den Effekt topographisch bedingter Klimavariationen.
