Lärchenembryos

Bei Koniferen scheinen sich reife somatische Embryonen und zygotische Embryonen physiologisch und morphologisch zu ähneln. Phänotypen geklonter Koniferenembryos können jedoch stark durch eine Reihe von In-vitro-Faktoren beeinflusst werden, und in einigen Fällen kann die klonale Variation die in der Natur gefundene übertreffen. Eine aktuelle Studie in Annals of Botany untersucht, ob sich zygotische Embryonen, die sich in lichtundurchlässigen Zapfen entwickeln, von somatischen Embryonen unterscheiden, die sich in vitro unter dunklen/hellen Bedingungen entwickeln. Die Embryogenese in Lärche ist sowohl in situ als auch in vitro gut verstanden und bietet somit ein geeignetes System zur Beantwortung dieser Frage.

Bei Lärchenembryos wirkt sich Licht negativ auf die Proteinakkumulation, aber positiv auf die Phenolakkumulation aus. Licht beeinflusste die Morphogenese, z. B. Keimblattzahl, nicht. Somatische Embryonen produzierten je nach Lichtverhältnissen unterschiedliche Mengen an Phenolen wie Quercetrin. Der größte Unterschied wurde bei allen Embryotypen und Zuständen in der embryonalen Wurzelkappe beobachtet.

Einfluss der Lichtverhältnisse auf anatomische und biochemische Aspekte somatischer und zygotischer Embryonen der Hybridlärche (Larix × marschlinsii). Annals of Botany 20. Januar 2015 doi: 10.1093/aob/mcu254