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Während der Winterruhe können Bäume aus gemäßigten Klimazonen nur eingeschränkt auf Verletzungen reagieren. Abhängig von der Umgebungstemperatur während der Winterruhe können verwundete Bäume mit der Kompartimentierung beginnen, z. B. durch die Produktion hemmender Verbindungen. Es wird jedoch angenommen, dass Prozesse, die mit der Zellproliferation einhergehen, wie z. B. die Bildung von Kallus und Wundxylem, bis zur nächsten Vegetationsperiode verzögert werden. In einer aktuellen Studie veröffentlicht in AoB PLANTS, Copiniet al. untersuchte die Wirkung von Verwundung auf Acer palmatum Bäume während der Winterknospenruhe und fanden heraus, dass bei der Kältebehandlung (4 °C) Wundreaktionen praktisch ausblieben. Bei der warmen (15 °C) Behandlung hingegen reagierten Bäume innerhalb von drei Wochen aktiv auf Verwundung, indem sie zB Kallus und lokales Wundxylem bildeten. Sie schlussfolgern, dass die Temperatur ein wichtiger Faktor bei Wundreaktionen während der Winterruhe ist und innerhalb von drei Wochen sogar die Bildung von Kallus und Wundxylem induzieren kann.