Störereignisse wie Viehweiden oder menschliche Aktivitäten entfernen Pflanzenindividuen und schaffen dadurch Gelegenheiten für nicht einheimische Pflanzen, die Gemeinschaft zu besiedeln. Störungen begünstigen oft exotische Pflanzenarten, aber über die Auswirkungen auf die Gemeinschaftsstruktur ist wenig bekannt.

In einem trockenen Buschland, das von Hügeln geprägt ist, die von einem einheimischen fossilen Nagetier erzeugt wurden, Escobedo et al. den Einfluss solcher natürlicher Störungen auf die Pflanzeninvasion sowie auf die taxonomische, funktionelle und phylogenetische Struktur der Lebensgemeinschaft zu bewerten. Störungen begünstigten exotische Arten mit kurzen Lebenszyklen und modifizierten somit die Zusammensetzung der Gemeinschaft und die funktionale Merkmalsstruktur. Die Störung erhöhte die Merkmalskonvergenz, was zu einer phylogenetischen Häufung führte, da verwandte Arten ähnliche Merkmalswerte aufwiesen.
