Die Berg-Hypothese schlägt vor, dass spezialisierte Blumenmerkmale eine stärkere stabilisierende Selektion erfahren als nichtblumige Strukturen und sagt voraus, dass die Variation in spezialisierten Blumenmerkmalen größtenteils nicht mit der Variation in nichtblumigen Merkmalen korreliert sein wird. In ähnlicher Weise sagt die Theorie der adaptiven Genauigkeit eine geringere Variation (als Anteil des Mittelwerts) bei floralen Merkmalen voraus als bei nicht floralen Merkmalen. Beide Hypothesen können auf Vergleiche zwischen Blütenmerkmalen erweitert werden, bei denen zu erwarten ist, dass verschiedene Teile der Blüte unterschiedliche Stärken der stabilisierenden Selektion erfahren, was zu gegensätzlichen Variationsmustern führt.

Armbruster und Wege Testen Sie diese Ideen, indem Sie die Variation/Kovariation in den Blütenmerkmalen analysieren, die den Ort der Pollenplatzierung auf Bestäuber und den Stigmakontakt mit Bestäubern beeinflussen („Bestäubungsmechanikmerkmale“, PMTs) in Bezug auf die Variation/Kovariation in nicht-floralen Merkmalen und Blütenmerkmalen nicht direkt an der Bestäubungsmechanik beteiligt. Die Vorhersage war, dass PMTs relativ zu Anziehungsmerkmalen kanalisiert (gegen genetische und umweltbedingte Variationen gepuffert) sind, was sich in geringeren Varianzen und modularer Unabhängigkeit manifestiert. Die Autoren maßen die Blüten- und Blütenstandsstrukturen von zehn Arten von Triggerplants (Stylidium, Stylidiaceae) im Südwesten Australiens und analysierten die Daten unter Verwendung multivariater und bivariater Ansätze, um die modulare Struktur von floralen und nicht-floralen Merkmalen zu erkennen und Beweise für die Kanalisierung von PMTs zu bewerten .
Nur sechs der zehn Arten hatten entgegen der Berg-Erwartung PMTs mit kleineren Korrelationskoeffizienten als Anziehungsmerkmale. Allometrische und Varianzmuster stimmten jedoch im Allgemeinen mit den Vorhersagen einer erweiterten Berg-Hypothese und der adaptiven Genauigkeit überein. Es gab eine modulare Trennung der meisten floralen Merkmale von nicht-floralen Merkmalen und eine klare intraflorale modulare Struktur. PMTs zeigten bei neun bzw. acht von zehn Arten eine geringere proportionale Variation und flachere allometrische Steigungen als Bestäuberanziehungsmerkmale.
