Pflanzenreaktionen auf Umweltstress werden durch Signalhormone wie Jasmonsäure, Salicylsäure, Ethylen und Abscisinsäure reguliert. Pflanzenwissenschaftler verwenden üblicherweise Markergene, um zu untersuchen, welche Signalwege aktiviert werden, diese Marker wurden jedoch für Sprossreaktionen entwickelt und getestet Arabidopsis thaliana. Unklar ist, ob die Paradigmen auf Experimenten an oberirdischen Organen beruhen A. thaliana sind vollständig auf Triebe und Wurzeln anderer Arten übertragbar.

Zusammenfassendes Schema der Veränderungen des Phytohormonspiegels und der damit verbundenen Markergene in Sprossen und Wurzeln von Brassica rapa nach lokaler Hormonauslösung. Bildnachweis: Papadopoulou et al.

Eine aktuelle Studie von Papadopoulou et al. veröffentlicht AoB PLANTS untersuchten die Regulationsdynamik hormonell bedingter Markergene sowohl in den Wurzeln als auch in den Trieben der Nicht-Modellpflanze Brassica-Rapa. Die Studie zeigte einige der häufig verwendeten molekularen Marker, die in entwickelt wurden A. thaliana zeigte keine spezifische Reaktion auf einzelne Hormonanwendungen in B. Rapa. Darüber hinaus kann das gleiche Markergen unterschiedlich auf die Hormonapplikation in Wurzeln und Sprossen reagieren. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass Markergenantworten organ- und artspezifisch sein können und mit Vorsicht interpretiert werden sollten. Es ist daher ratsam, Analysen mehrerer Markergene mit denen von Phytohormonspiegeln zu kombinieren, um sicherer festzustellen, welche hormonell regulierten Abwehrwege aktiviert sind.