Pflanzenabwehr gegen Fraßfresser ist ein entscheidendes Thema in der Evolution von Pflanzen und Tieren, wird jedoch im Wasser und an Land sehr unterschiedlich ausgedrückt. Stacheln, Haare und Entfernungssignale sind bei Landpflanzen üblich, bei submersen Wasserpflanzen jedoch sehr selten.

Um dieser bisher nicht erkannten Dichotomie Rechnung zu tragen, Vermeij deutet darauf hin, dass tierische sensorische Fähigkeiten teilweise schuld sind. Pflanzenfresser, Bestäuber und Pflanzenverbreiter an Land verlassen sich oft auf weitreichende visuelle oder olfaktorische Signale, während aquatische Pflanzenfresser dies in viel kleinerem Maßstab tun, alles wegen der gegensätzlichen Eigenschaften von Luft und Wasser. Sowohl die Kontakt- als auch die Fernabwehr von Pflanzen sind bei Landpflanzen viel stärker entwickelt, deren ökologische Verbindungen zu Tieren viel komplexer sind als im Wasser. Die Wirtsspezialisierung durch kleine Pflanzenfresser ist an Land sehr hoch, in marinen Ökosystemen, insbesondere in den Tropen, im Allgemeinen jedoch geringer.
