Diese Woche habe ich einen meiner Lieblingskakteen zur Pflanze der Woche ausgewählt.
Cylindropuntia imbricataDer Cholla-Kaktus, auch bekannt als Rohr- oder Baum-Cholla-Kaktus, ist in den trockenen Graslandschaften der Chihuahua-Wüste im Norden Mexikos und im Südwesten der USA heimisch. In Australien gilt er als schädliche invasive Art und ist dort unter teuflischen Namen wie Teufelsseilkaktus oder Teufelsseilbirne bekannt.

Der durchschnittliche Cholla-Kaktus erreicht eine Höhe von etwa einem Meter und wächst in dichten Dickichten oder gleichmäßig verteilten „Gärten“. Diese Gärten sind der Grund, warum ich diesen Kaktus so sehr mag. In einem Cholla-Garten zu stehen, vermittelt ein Gefühl wie im Wunderland von Alice. Die wüstenartige Umgebung verstärkt diese surreale Wirkung und schafft einen wahrhaft einzigartigen und besonderen Ort.
Der Cholla-Baum besitzt zwei Arten von Stängeln: Stütz- und Blütenstängel. Diese sind mit langen, 3 cm langen, mit Widerhaken versehenen Stacheln besetzt, die so scharf sind, dass sie die Schuhe durchbohren können. Daher ist Vorsicht beim Gehen um abgefallene Stängel herum geboten. Die Blüten öffnen sich im späten Frühling oder frühen Sommer und bilden gelbliche, warzige Früchte mit 1 mm langen Stacheln. Aufgrund ihrer Färbung und ihrer hohlen, kegelförmigen Gestalt werden die Früchte oft mit den Blüten selbst verwechselt. Dieser Effekt entsteht dadurch, dass die Blüte während der Fruchtreife abfällt. Die ungeschlechtliche Vermehrung erfolgt auch über abgefallene Stängel, die Wurzeln schlagen.

Der Baumkaktus Cholla lebt in einem Gegenseitigkeit Beziehung zu Ameisen. Während der Wachstumsperiode sondern Baumchollas einen extrafloralen Nektar aus spezialisierten Drüsen ab, die sowohl an den Fortpflanzungs- als auch an den vegetativen Organen vorkommen. Ihr dominanter Ameisenpartner ist Liometopum apiculatumEs hat sich gezeigt, dass diese Kombination die Dichte der Cholla-Pflanze verbessert.
Der Baumkaktus Cholla ist auch deshalb interessant, weil er folgende Eigenschaften aufweist: CAM-PhotosyntheseDiese spezielle Form der Photosynthese macht die Pflanze in ihrer trockenen Umgebung wassersparender und verschafft ihr den Wachstumsvorteil, den sie braucht, um in der Wüste zu überleben – selbst angesichts von die globale Erwärmung.
Wenn Sie also auf ein Cholla-GartenDann genießen Sie die Aussicht, aber achten Sie darauf, wo Sie hintreten, und vom Berühren wird abgeraten.
In diesem Video untersucht David Attenborough die Stacheln des eng verwandten Teddybär-Cholla-Kaktus (Cylindropuntia bigelovii) -- was viel bösartiger ist, als der Name vermuten lässt.
Titelbild: Ein Baum-Cholla-Kaktus. CK2AZ / iNaturalist / CC BY 4.0
