Landwirtschaftliche Flächen heute bestehen häufig aus großen Feldern mit einfachen Fruchtfolgen mit nur sehr wenigen Arten und geringen natürlichen Lebensräumen. Diese geringe Biodiversität hat zu einem Rückgang der Insekten geführt, insbesondere der Bienen, die eine Schlüsselrolle bei der Bestäubung dieser Pflanzen spielen. Die Nahrungssuche von Bienen ist durch ihre Flugreichweite vom zentralen Punkt ihrer Nester begrenzt, wodurch die Erhaltung von bewaldeten Gebieten und Grasland, die als halbnatürliche Lebensräume (SNH) bezeichnet werden, wichtig ist, um ihre Dienste in der Landwirtschaft zu unterstützen.

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In einem kürzlich veröffentlichten Artikel in Landwirtschaft, Ökosysteme und Umwelt, Hauptautorin Chloé A. Raderschall und Kollegen machten sich daran, festzustellen, ob eine Zunahme der Kulturpflanzenvielfalt der Landschaft wird eine höhere Bestäuberdichte unterstützen, indem sie eine größere Vielfalt und eine kontinuierlichere Quelle von Ressourcen für sie bereitstellt. Sie untersuchten auch die Wirkung unterschiedlicher Anteile von SNH in der Nähe von landwirtschaftlichen Feldern. Die Autoren untersuchten 14 verschiedene Ackerbohnenfelder in Südschweden, die entlang von Gradienten der Landschaftspflanzenvielfalt und des Anteils von SNH liegen, und untersuchten die Bestäuber und ihre Aktivitäten.

Die Ergebnisse zeigten, dass eine größere Pflanzenvielfalt in der Landschaft die Hummeldichte tatsächlich erhöhte. Ein höherer Anteil an SNH führte auch zu einer höheren Dichte sowohl von Hummeln als auch von Honigbienen sowie zu höheren Bohnenerträgen. Bestäuberdichten waren jedoch kein Frontalunterricht. die Hauptursache für die höheren Erträge, die in Gegenwart von mehr SNH gefunden werden, obwohl im Allgemeinen größere Bestäuber zu besseren Erträgen bei Ackerbohnen führen. Die Autoren spekulieren, dass der höhere Ertrag möglicherweise mit unterschiedlichem Schädlingsdruck zusammenhängt, der mit mehr SNH in der umgebenden Landschaft verbunden ist, obwohl sie dies nicht getestet haben.

„Aus landwirtschaftlicher Sicht erhöht die Erhöhung von SNH in der Landschaft auch den Ertrag bei Ackerbohnen. Daher kommt die Beibehaltung von SNH sowohl der Bestäubererhaltung als auch der Pflanzenproduktion zugute“, schreiben die Autoren. „Wir empfehlen, dass künftige Agrarumweltprogramme und Agrarpolitiken eine Steigerung der Kulturpflanzenvielfalt in Agrarlandschaften nachdrücklich unterstützen, indem sie beispielsweise Anreize für die Verlängerung von Fruchtfolgen schaffen, während die Erhaltung bestehender SNH beibehalten werden sollte.“