
Die Aripo-Savanne auf Trinidad ist ein seltenes Beispiel für eine intakte tropische Graslandschaft. Sie ist ein lebendes Labor, in dem man die Mechanismen erforschen kann, mit denen Pflanzen den Stress des Lebens im grellen Licht der Äquatorsonne überleben. In einer neuen Studie in AoB PLANTS, John-Bejai et al. fanden heraus, dass die dominierende Art, Lagenocarpus rigidus, vermeidet Überhitzung nicht durch höhere Transpiration oder stärker reflektierende Blattoberflächen (wie erwartet), sondern indem sie Größe und Form ihrer Blätter an den jeweiligen Standort anpassen. Diese Plastizität der Blattmorphologie wird mit Plastizität der Zellmembraneigenschaften kombiniert, wodurch die Blätter Perioden extremer Hitze überstehen können. In Abwesenheit dieser Merkmale hat eine eng verwandte Art Lagenocarpus guianensis, ist auf die schattigen Ränder der Savanne beschränkt, wo Hitze und Licht weniger stark sind. Die Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung der Merkmalsplastizität für das Überleben von Pflanzen angesichts des Klimawandels.
