
Der Genfluss ist wichtig, um der Divergenz von Populationen entgegenzuwirken, aber auch um Gene zwischen Populationen zu verbreiten. Bühler et al. beschreiben das effektive Paarungssystem und den zeitgenössischen Genfluss in der Alpenstaude Arabis alpina über ein ausgewähltes Landschaftsgebiet von 2 km2Die Vaterschaftsanalyse zeigt, dass Selbstbefruchtung überwiegt, während Fremdbestäubungsereignisse eine leptkurtische Pollenverbreitung von bis zu 1 km Entfernung belegen. Dieses Potenzial zur Fernverbreitung trotz der hohen Selbstbefruchtungsrate deutet darauf hin, dass vorteilhafte Allele nahegelegene Lebensräume erreichen und so die Anpassung der dort ansässigen Populationen an veränderte Umweltbedingungen fördern können.
