Hybridisierung leistet einen wichtigen Beitrag zur Biodiversität und Speziation, wobei schätzungsweise etwa 25 % aller Pflanzenarten und 10 % aller Tierarten während ihrer Evolution eine Hybridisierung erfahren haben. Obwohl die Genomverdopplung nach der Hybridisierung ein häufiger Speziationsmodus in Pflanzen ist, kann die Hybridspeziation auch ohne Änderung der Ploidie, dh homoploide Hybridspeziation, auftreten. Die Identifizierung homoploider Hybridarten war in der Vergangenheit schwierig, aber verbesserte genetische Technologien helfen, weitere Beispiele für diese Artbildungsform zu identifizieren.

Die hybride Kreuzkrautart Senecio squalidus
Die Hybridart Senecio squalidus. Bildnachweis: Brennan et al.

In einer aktuellen Studie von Brennan et al. veröffentlicht in AoBP, wurde ein genetischer Kartierungsansatz gewählt, um die Vererbung genetischer Inkompatibilitäten zwischen einer neuen homoploiden Hybridart zu untersuchen. Senecio squalidus, und seine beiden Vorläuferarten. Es wurde festgestellt, dass mehrere genomische Regionen, einschließlich genomischer Umlagerungen, zur Hybridinkompatibilität zwischen diesen Arten beitragen. Insbesondere die neue Hybridart hatte eine Mischung aus genetischen Inkompatibilitäten gegen beide Elternteile geerbt. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass diese junge homoploide Hybridart eine einzigartige Kombination aus genomischen Umlagerungen und Inkompatibilitäten von ihren Eltern geerbt hat, die zu ihrer reproduktiven Isolation beitragen.

Forscher-Highlight

Adrian Brennan

Adrian Brennan erwarb 1999 einen BA in Biowissenschaften an der Universität Oxford. Er promovierte 2004 ebenfalls an der Universität Oxford in Pflanzenwissenschaften unter der Anleitung der Professoren Stephen Harris und Simon Hiscock, während der er die Populationsgenetik des Selbst untersuchte -Inkompatibilität Paarungssystem einer invasiven Kreuzkrautart. Nach Postdoktoranden- und Stipendienpositionen an den Universitäten Bristol, St. Andrews und Durham und den Forschungsinstituten Royal Botanic Garden Edinburgh und der Doñana Biological Research Station in Sevilla hat Adrian nun eine Assistenzprofessur am Biosciences Department der Durham University inne.

Adrian untersucht evolutionäre und ökologische Fragestellungen in den Bereichen Speziation, Pflanzenzüchtungssysteme, Hybridisierung und Invasivität unter Verwendung kombinierter populationsgenetischer und quantitativer genetischer Ansätze. Zu seinen aktuellen Projekten gehören die genetische Kontrolle der Blütenform bei wilden Flachsverwandten, genetische Variation, die zur lokalen Anpassung bei Flachs und seinen wilden Verwandten beiträgt, und die schnelle Evolution der reproduktiven Isolation bei dem weltweit wichtigen Unkraut, der gelben Sterndistel.