Die Ruhe in höheren Pflanzen ist eine Anpassungsreaktion, die das Überleben der Pflanzen in den rauesten Jahreszeiten ermöglicht, und wurde bei holzigen Arten mehr erforscht als bei krautigen Arten. Nichtsdestotrotz sind Winter- und Sommertriebmeristemruhe adaptive Strategien, die eine wichtige Rolle bei der Verbesserung der saisonalen Stresstoleranz und Widerstandsfähigkeit weit verbreiteter krautiger Pflanzengemeinschaften spielen könnten.

Diagramm der jährlichen Phänologie krautiger, gemäßigter, mehrjähriger Pflanzen, die entweder Winter- oder Sommerruhe aufweisen. Forschungsprioritäten zur Ökophysiologie beider Arten der Ruhephase bei diesen Modellarten: (1) Identifizierung der Schwellenwerte saisonaler Signale für Induktion/Freisetzung; (2) um die biochemischen Ruheregulationen besser zu verstehen; und (3) den Kompromiss zwischen Wachstum und Überleben unter Stress zu untersuchen.

Dieser Übersichtsartikel hebt Forschungsprioritäten wie die Identifizierung saisonaler Schwellenwerte und die Analyse von biochemischen Verbindungen hervor, die an den Ruhemodi der Induktion und Freisetzung beteiligt sind. Gilliespie und Volaire geben einen Überblick über die Abwägungen zwischen Wachstumsstress und Überleben, die der Sommer- und Winterruhe innewohnen, was die bestehende Forschung zur Anpassung von Pflanzen an extreme Bedingungen unter dem Klimawandel verstärkt.