Foto von einjährigen Rispengrassämlingen auf Agarose mit 0.01 % Protein, das dunkelbraune H2O2-Zonen um die Wurzeln der Sämlinge zeigt.
Foto von einjährigen Rispengrassämlingen auf Agarose mit 0.01 % Protein, das dunkelbraune H2O2-Zonen um die Wurzeln der Sämlinge zeigt.

Pflanzen benötigen Stickstoff, um Proteine, Nukleinsäuren und andere biologische Moleküle herzustellen. Es ist allgemein anerkannt, dass Pflanzen anorganische Formen von Stickstoff aufnehmen, um ihren Bedarf zu decken. In jüngster Zeit wurde jedoch deutlich, dass Pflanzen auch die Fähigkeit besitzen, organischen Stickstoff aus Böden aufzunehmen. In einer neuen Studie veröffentlicht in AoB PLANTS, Whiteet al. beschreiben eine neue Art von Symbiose zwischen samenvektorisierten Rhizobakterien und Gräsern, die darauf abzielt, die Aufnahme von organischem Stickstoff aus Böden zu verbessern. Die Autoren schlagen einen täglichen Prozess vor, bei dem die Wurzeln tagsüber Wasserstoffperoxid produzieren und freisetzen, das mikrobielle Exoenzyme um die Wurzeln herum oxidiert; Nachts hört die Wasserstoffperoxidproduktion auf, dann scheiden Wurzeln und symbiotische Rhizobakterien Proteasen aus, die die oxidierten Proteine ​​abbauen, um Peptide zu bilden, die von den Wurzeln absorbiert werden. Die Existenz eines Mechanismus zum Abfangen von organischem Stickstoff in Gräsern unterstreicht die ernährungsphysiologische Bedeutung von nicht-pathogenen Mikroben, die sich mit Wurzeln verbinden. Zukünftige Anwendungen dieses Verfahrens könnten zu neuen Methoden für den Anbau von Nutzpflanzen führen.