Pflanzenzellsuspensionen stellen ein Modell bereit, um den Apoplasten zu untersuchen und metabolische und zellzyklusbezogene Veränderungen zu überwachen. Bömer et al. Rahmen einer Fallstudie für die stabile Transformation von Arabidopsis-Zellkulturen, die CORONATINE INSENSITIVE 1 (COI1)-abhängige Veränderungen in Zellwandproteinen, Zellteilung und -expansion und Verfügbarkeit von Metaboliten identifiziert. Eine Rolle für Methyljasmonat (MeJA) bei der Regulierung des Kompromisses zwischen Abwehrmodus und Pflanzenwachstum durch Hemmung der Zellproliferation und Förderung von Veränderungen in der Zellwandzusammensetzung wird unterstützt.

MeJA trägt zur Regulation des Trade-Offs zwischen Abwehrmodus und Pflanzenwachstum bei
MeJA trägt zur Regulierung des Kompromisses zwischen Abwehrmodus und Pflanzenwachstum bei. Schematische Darstellung der zellulären Prozesse, die von MeJA über den JA-Rezeptor COI1 reguliert werden. MeJA hemmt die Zellproliferation durch Regulierung wichtiger Komponenten des pflanzlichen Zellzyklus und fördert Veränderungen der Zellwandzusammensetzung. Solche Veränderungen stoppen die Zellexpansion und verstärken gleichzeitig die Abwehrreaktionen. MeJA induziert eine metabolische Umprogrammierung in Pflanzenzellen, um sich an Stressbedingungen anzupassen, die das Wachstum beeinträchtigen. Schattierte rote und grüne Formen zeigen eine Ansammlung bzw. Verringerung der Transkript-, Protein- oder Metabolitenwerte an. Bild Bömer et al. 2018.

Diese Studie trägt zum Verständnis der Regulierung des Wachstums und der Produktion von Stoffwechselressourcen durch JAs und IOC1. Dies wird wichtige Auswirkungen auf die Analyse der komplexen Beziehungen zwischen Hormon- und Zellwandsignalisierung in Pflanzen haben. Die Arbeit stellt auch Werkzeuge bereit, um neue Mechanismen aufzudecken, die die Zellteilung und die postmitotische Zellexpansion ohne Kontrolle der Organentwicklung koordinieren.