
Es ist bekannt, dass benachbarte Pflanzen ähnliche bis unterschiedliche arbuskuläre Mykorrhiza-Pilzgemeinschaften (AMF) aufweisen. Eine Möglichkeit besteht darin, dass eng verwandte Pflanzen ähnlichere AMF-Gemeinschaften aufweisen als weiter entfernt verwandte Pflanzen, ein Hinweis auf phylogenetische Wirtsspezifität. Allerdings geht aus einer neuen Studie hervor, die in veröffentlicht wurde AoB PLANTS, Reinhart und Anacker beobachteten, dass Mykorrhiza-Gemeinschaften bei eng verwandten Pflanzenarten unterschiedlicher waren als bei entfernt verwandten Pflanzenarten. Dies stand im Widerspruch zu der Beobachtung, dass Pflanzen-Mutualisten (z. B. Bestäuber, Samenverbreiter) häufig unter eng verwandten Wirtspflanzenarten geteilt werden. Da Mykorrhizen die Nährstoffkonkurrenz zwischen benachbarten Pflanzen beeinflussen können, können eng verwandte Pflanzennachbarn, die mit einzigartigen Mykorrhizen assoziiert sind, eine größere funktionelle Komplementarität und eine größere Fähigkeit zur Koexistenz aufweisen.
