Lu und seine Kollegen untersuchten, wie sich steigende Temperaturen auf den Zeitpunkt verschiedener Ereignisse im Lebenszyklus einer Pflanze auswirken, wie etwa Blattproduktion, Blüte und Blattverfärbungen. Die Studie ergab, dass Die Reaktion der Pflanzen auf die Erwärmung nimmt mit der Zeit ab, was darauf schließen lässt, dass Pflanzen sich möglicherweise besser an den Klimawandel anpassen können als bisher angenommen.

Das Team analysierte Daten aus 103 Erwärmungsexperimenten aus aller Welt und suchte nach möglichen Unterschieden zwischen verschiedenen Erwärmungsstufen und zwischen krautigen und holzigen Arten. Ihr besonderes Interesse galt der Beurteilung der Auswirkungen einer langfristigen Exposition gegenüber steigenden Temperaturen.

Insgesamt führte die Erwärmung zu einem deutlich schnelleren Blattaustrieb und der ersten Blüte, verzögerte jedoch die Blattfärbung. Diese Reaktionen waren jedoch bei längeren Experimenten weniger ausgeprägt. Infolgedessen könnten sich Pflanzen besser an langfristige Temperaturänderungen anpassen als bisher angenommen.

Diese Forschung von Lu und Kollegen unterstützt frühere Studien, die zeigen, dass Pflanzen schnell auf die Erwärmung reagieren. Allerdings können solche Reaktionen mit der Zeit nachlassen, was die Vorstellung in Frage stellt, dass sich der Zeitpunkt der Pflanzenentwicklung bei anhaltender Erwärmung weiter ändert. Daher ebnet die Studie den Weg für eine gründlichere Analyse der Reaktionen von Pflanzen auf den Klimawandel und ein besseres Verständnis der Auswirkungen solcher Veränderungen auf das Pflanzenleben.

Lu, C., van Groenigen, KJ, Gillespie, MAK, Hollister, RD, Post, E., Cooper, EJ, Welker, JM, Huang, Y., Min, X., Chen, J., … (2024). Abnehmende Erwärmungseffekte auf die Phänologie von Pflanzen im Laufe der Zeit. New Phytologist. https://doi.org/10.1111/nph.20019 ($)


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