Lineare Beziehungen zwischen der Sprossmagnesiumkonzentration ([Mg]schießen) und Sprosskalziumkonzentration ([Ca]schießen) werden häufig unter Angiospermenarten gemeldet, die zusammen wachsen. Weiss et al. stellen eine originelle Hypothese zur Erklärung dieser Beziehungen vor, die vorschlägt, dass die Mg/Ca-Selektivität der Zellwandbindung den Gradienten bestimmt, während die intrazellulären Konzentrationen plus die Kationenaustauschkapazität der Zellwand die absoluten Konzentrationen bestimmen.

Ion - Pflanzenbeziehungen

Sie beobachten unterschiedliche Beziehungen zwischen [Mg]-Spross und [Ca]-Spross bei einkeimblättrigen Commeliniden, nicht-commeliniden Monokotylen, Eudicots ohne Caryophyllales und Caryophyllales-Arten. Sie schlagen vor, dass diese Beziehungen mit der unterschiedlichen Zellwandchemie dieser Gruppen und einer größeren vakuolären Mg-Ansammlung in Caryophyllales-Arten verbunden sind.

In ihrer Veröffentlichung schließen White und Kollegen: „Die präsentierten Argumente und Analysen führen zu mehreren Hypothesen, nämlich dass in Pflanzen, die keine ‚Luxus‘-Akkumulation von Ca oder Mg aufweisen, (1) ausgeprägte lineare Beziehungen zwischen [Mg]schießen und [Ca]schießen von mindestens drei Gruppen von Angiospermenarten, nämlich einkeimblättrigen Commeliniden, einkeimblättrigen Eudikotylen, ausschließlich Caryophyllales und Caryophyllales-Arten; (2) diese Beziehungen werden durch die Zellwandchemie und die Mg/Ca-Massenquotienten in ihren Zellwänden bestimmt; (3) Unterschiede zwischen Arten in [Ca]schießen und [Mg]schießen innerhalb von Gruppen sind mit ihrer Zellwand CEC assoziiert; und (4) Caryophyllales akkumulieren konstitutiv mehr Mg in ihren Vakuolen als andere Angiospermenarten.“