
Beispiele für uralte Lebensformen, die in schwebender Unbelebtheit gefangen sind, gibt es zuhauf Bernstein (versteinertes Baumharz) und die uns Hinweise auf alte – vielleicht sogar ausgestorbene – Lebewesen und ihre Ökologie geben (z „Die Vergangenheit ist hell, die Vergangenheit ist … Bernstein“). Eine Enthüllung über bernsteinumhülltes Pflanzenmaterial deutet darauf hin, dass sich die gegenwärtige sexuelle Fortpflanzung bei Angiospermen in über 100 Millionen Jahren kaum verändert hat.
Diese Erkenntnis stammt von einer neuen, wenn auch ausgestorbenen Art mit dem Namen Mikropetasos burmensis und Werke von George Poinar et al. mit Bernsteinablagerungen aus der mittleren Kreidezeit Burma (Republik der Union von Myanmar)Obwohl ein Binomialmodell gegeben ist (mit einer formalen Beschreibung in Englisch, wie jetzt erlaubt) und eindeutig eine blühende Pflanze, „lässt das Team die Frage ihrer genauen familiären Verwandtschaft zum jetzigen Zeitpunkt lieber offen“. Der wohl interessanteste Aspekt dieser Entdeckung ist jedoch der Anblick von Pollenschläuchen, die aus zwei Pollenkörnern wachsen und in die Blüte eindringen Stigma (der empfängliche Teil des weiblichen Fortpflanzungssystems). Dies geht der Befruchtung der Eizelle voraus, die den Prozess der Samenbildung, wenn dieser Akt der Pflanzenpaarung nicht unterbrochen worden wäre.
Kurioserweise wird dies im Zeitschriftenartikel aber nicht explizit erwähnt war nur in der Pressemitteilung zu erkennen, die es bewarbWar diese Aussage zu gewagt oder spekulativ für den Zeitschriftenartikel? Sicherlich nicht; legitime Kommentare wie dieser sollten gefördert werden und machen die Entdeckung nur noch interessanter. Na los, Jungs! Versteck dein Licht nicht unter einem Busch (-el)...
[Okay, Sie können sich entspannen, ich habe Ihnen die Suche erspart zur Abwicklung, Integrierung, Speicherung und Geschichte über 165 Millionen Jahre alte fossile Insekten, die bei der Paarung gefangen wurden. Text – und Bilder – auf der Website von Smithsonian. – Hrsg.]
