Gemäßigte Wiesen werden regelmäßig gemäht und die Pflanzen, die sie bewohnen, sind an dieses Störereignis angepasst. Klimešova et al. testen die Hypothese, dass es Pflanzen gelingt, oberirdische Biomasse zu erneuern, indem sie im Rahmen ihrer Anpassungsstrategie Speicherzucker in unterirdischen Organen akkumulieren.

Feldversuche ergaben, dass Wiesenpflanzen, einschließlich des Grases Bromus erectus, Graminoide Carex montana und das hohe Gras Molinia cearulea akkumulieren Zucker in Mengen, die eher ihre Größe als das Störungsregime widerspiegeln. Darüber hinaus wurde die Menge des Speicherzuckers stärker von der Saisonalität als vom Störungsregime beeinflusst, was impliziert, dass mehrjährige Kräuter in saisonalen Klimazonen ein Störungsereignis pro Jahr tolerieren können. Speicherkohlenhydrate unterstützen auch die Überwinterung.
