Schnecken zählen zu den hartnäckigsten und problematischsten Schädlingen im Gemüseanbau. Sie können erhebliche Schäden anrichten und zwingen Landwirte zum Einsatz chemischer Pestizide, die oft den Boden belasten und Nichtzielorganismen schädigen. Eine unerwartete Pflanzengruppe könnte jedoch eine nachhaltigere Alternative bieten: Bryophyten, zu denen Laubmoose, Lebermoose und Hornmoose gehören.
Eine neue Studie zeigt, dass ethanolische Extrakte aus verschiedenen Moosarten kann die Nahrungsaufnahme stark hemmen durch Helix Pomatie, allgemein bekannt als römische Schnecke, eine der bekanntesten pflanzenfressenden Schnecken Europas. Unter den zwölf getesteten Arten erwies sich ein Lebermoos als besonders vielversprechend. Bazzania trilobata, wodurch eine starke Fraßhemmung mit keinen nachweisbaren Auswirkungen auf die Pflanzenentwicklung kombiniert wird.
Um zu testen, ob Moose als natürliche Repellentien wirken können, setzten Forscher Römische Schnecken Salatblättern aus, die mit Extrakten aus zwölf Moos- und Lebermoosarten behandelt worden waren, und verglichen den Blattverbrauch über 24 Stunden mit dem von unbehandelten Kontrollblättern. Die Frage war einfach: Würden die Schnecken weiter fressen, wenn die Blätter mit von Moosen stammenden Verbindungen überzogen wären?

Bei der Hälfte der getesteten Arten war die Antwort eindeutig nein. Sechs Moose zeigten signifikante Fraßhemmungseffekte, darunter drei Lebermoose (Bazzania trilobata, Plagiochila asplenioides, als auch Porella platyphylla) und drei Moose (Fontinalis antipyretica, Mnium stellare, als auch Neckera crispa). Noch Bazzania trilobata Die stärkste Wirkung wurde erzielt, indem die Schneckenfraßaktivität über verschiedene Konzentrationen hinweg um bis zu 48 % reduziert wurde. Am wichtigsten ist jedoch, dass alle Schnecken die Versuche überlebten, was bestätigt, dass der Extrakt als Repellent und nicht als Giftstoff wirkt.
Dieser Unterschied ist wichtig. Herkömmliche chemische Bekämpfungsmittel sind zwar darauf ausgelegt, Schnecken und Nacktschnecken zu töten, können aber auch nützliche Wirbellose schädigen und die Umwelt belasten. Ein Repellent auf Basis pflanzlicher Wirkstoffe könnte eine gezieltere und sicherere Alternative darstellen: Anstatt flächendeckend zu wirken, würde es die Nahrungsaufnahme hemmen und so zum Schutz von Nutzpflanzen beitragen, ohne die Umwelt zu gefährden.
Chemische Analysen deuten darauf hin, dass diese fraßhemmende Wirkung mit sekundären Pflanzenstoffen zusammenhängen könnte, insbesondere Triterpenoide. Lebermoose wie zum Beispiel Bazzania trilobata Es wurden besonders hohe Konzentrationen dieser Verbindungen festgestellt. Diese Metabolite sind bereits dafür bekannt, in der Natur Abwehrfunktionen zu erfüllen, und die neuen Erkenntnisse deuten darauf hin, dass sie auch das Fressverhalten von Schnecken stark beeinträchtigen können.

Entscheidend war, dass die Forscher nicht nur das Verhalten der Schnecken untersuchten. Da jedes landwirtschaftliche Bioprodukt auch für die Nutzpflanzen unbedenklich sein muss, prüften sie, ob Bazzania trilobata Der Extrakt beeinträchtigte die frühe Entwicklung der Salatsamen. Die Ergebnisse waren jedoch erneut ermutigend: Der Extrakt zeigte in keiner der getesteten Konzentrationen negative Auswirkungen auf die Keimung, die Hypokotyllänge oder den Chlorophyllgehalt. Mit anderen Worten: Derselbe Extrakt, der den Schneckenfraß hemmte, beeinträchtigte die frühe Entwicklung der Pflanze nicht.
Dadurch Bazzania trilobata Besonders hervorzuheben ist unter den untersuchten Arten. Sie vereinte die stärkste abweisende Wirkung mit dem Fehlen von Phytotoxizität – eine Kombination, die bei der Suche nach natürlichen Schädlingsbekämpfungsmitteln selten erreicht wird.
Die Studie untermauert die zunehmenden Hinweise darauf, dass Moose weit mehr sind als nur kleine, ökologisch wichtige Bodenpflanzen. Ihre ungewöhnliche chemische Zusammensetzung, die durch Jahrmillionen der Abwehr gegen Pflanzenfresser und Mikroorganismen geprägt wurde, könnte ein weitgehend unerschlossenes Reservoir an nachhaltigen landwirtschaftlichen Verbindungen darstellen.
DER ARTIKEL::
Matić NA, Vesović MV, Božović DP, et al.. 2025 Naturbasierte Lösungen: Das Potenzial von Moosen zur Schneckenabwehr im Salatanbau. Biologie der Zukunft 77: 175-188. https://doi.org/10.1007/s42977-025-00297-9
Portugiesische Übersetzung von Pablo O. Santos
Titelbild: Erwachsener Helix Pomatie Schnecke im Petersilientopf. Foto von Darijanus (Wikimedia Commons).
