
Blütenstruktur von Emmotum (Icacinaceae sensu stricto oder Emmotaceae), einer phylogenetisch isolierten Gattung von Lippenblütlern mit einem einzigartigen pseudotrimeren Gynoeceum, bitegmischen Samenanlagen und monosporangiaten Theken
Die Icacinaceae bestehen aus einer Gruppe früher verzweigter Linien von Lamiiden, deren Beziehungen noch nicht geklärt sind und deren detaillierte Blütenmorphologie kaum bekannt ist. Am Emmotum kommen die bizarrsten Blüten vor: Das Gynoeceum hat auf der einen Seite drei Fächer und auf der anderen keine. Es wurde so interpretiert, dass es aus drei fruchtbaren und zwei sterilen Fruchtblättern oder aus einem fruchtbaren Fruchtblatt mit zwei Längssepten und zwei sterilen Fruchtblättern besteht. Diese Studie konzentriert sich auf die äußere und innere Morphologie des Gynoeceums, um seine umstrittene Struktur aufzuklären.
Molekulares Klonen zweier neuartiger Peroxidasen und ihre Reaktion auf Salzstress und Salicylsäure im lebenden fossilen Ginkgo biloba
Peroxidase-Isoenzyme spielen vielfältige Rollen in der Pflanzenphysiologie, wie zB Verholzung und Abwehr von Krankheitserregern. Die Wirkungen und Regulierung vieler Peroxidasen sind nicht mit großer Genauigkeit bekannt. Eine Reihe von Studien haben über eine direkte Beteiligung von Peroxidase-Isoenzymen an der Oxidation von Monolignolen berichtet, die den letzten Schritt im Lignin-Biosyntheseweg darstellt. Die meisten verfügbaren Daten betreffen jedoch nur Peroxidasen und Lignine aus Angiospermen. Diese Studie beschreibt das molekulare Klonen von zwei neuartigen Peroxidasen aus dem „lebenden Fossil“ Ginkgo biloba und deren Regulation durch Salzstress und Salicylsäure.
Rolle von Chloridionen bei der Förderung von Auxin-induziertem Wachstum von Maiskoleoptilensegmenten
Der Wirkungsmechanismus von Auxin auf den Ionentransport in wachsenden Zellen wurde nicht im Detail bestimmt. Insbesondere ist wenig über die Rolle von Chlorid beim Auxin-induzierten Wachstum von Koleoptilenzellen bekannt. Darüber hinaus sind die in der Literatur vorhandenen Daten umstritten. Diese Studie beschreibt Experimente, die mit Mais durchgeführt wurden, einem klassischen Modellsystem für Studien des Längenwachstums von Pflanzenzellen. Diese Ergebnisse legen nahe, dass Chloridionen eine Rolle bei dem IAA-induzierten Wachstum von Maiskoleoptilensegmenten spielen.
Entwicklungsveränderungen in der Schließzellwandstruktur und der Pektinzusammensetzung im Moos Funaria: Implikationen für die Funktion und Entwicklung von Stomata
In Samenpflanzen wird die Fähigkeit der Schließzellwände, sich zu bewegen, durch Pektine vermittelt. Arabinan Rhamnogalacturonan I (RG1) Pektine verleihen Flexibilität, während unveresterte Homogalacturonan (HG) Pektine Steifigkeit verleihen. Moose gelten als die ersten vorhandenen Pflanzen mit Spaltöffnungen und sind der Schlüssel zum Verständnis der Schließzellenfunktion und -entwicklung. Moosspaltöffnungen öffnen und schließen sich während der Kapselexpansion nur für kurze Zeit. Diese Studie untersucht die Ultrastruktur und die Pektinzusammensetzung von Schließzellwänden während der Entwicklung in Funaria hygrometrica und bezieht diese Merkmale auf die begrenzte Bewegung der Stomata. Dies ist die erste Studie, die Veränderungen in der Pektinzusammensetzung während der Entwicklung der Stomata in einer Pflanze zeigt.
