Das Vorhandensein eines polaren Auxin-Transportstroms ist seit langem mit der Differenzierung und Musterung von Gefäßzellen über Gefäßpflanzen hinweg korreliert. Mit zunehmendem Verständnis des Auxintransports und der vaskulären Entwicklung gibt es auch Beweise für die Korrelation zwischen diesen Prozessen. Ein klares Verständnis der zellulären und molekularen Mechanismen, die diese Korrelation antreiben, wurde jedoch nicht aufgeklärt.

Wulf et al. untersuchen die Hypothese, dass die Kanalisierung über den polaren Auxintransport die vaskuläre Wiederverbindung und Musterung im Stamm nach Verwundung oder Transplantation reguliert. Die Autoren untersuchen die Beweise für die kausale Natur der Beziehung und die vorgeschlagene Rolle, die andere Hormone spielen könnten. Es werden Daten präsentiert, die darauf hinweisen, dass in gepfropften Pflanzen der Grad des Auxintransports möglicherweise nicht immer mit der Wiederverbindung der Gefäße korreliert. Darüber hinaus deuten Daten zum Pfropferfolg unter Verwendung von Pflanzen mit einer Reihe von hormonbezogenen Mutationen darauf hin, dass diese Hormone möglicherweise nicht kritisch für die Wiederverbindung der Gefäße sind.
In der Vergangenheit wurden hervorragende Arbeiten zur Untersuchung von Elementen der Auxinsynthese, des Transports und der Reaktion in Bezug auf die Gefäßentwicklung durchgeführt. Es sind jedoch neue experimentelle Ansätze erforderlich, um die Hypothese direkter zu testen, dass der Auxintransport die Wiederverbindung der Stammgefäße nach einer Verletzung oder Transplantation reguliert. Dies könnte Studien zum Zeitpunkt der Wiederherstellung des Auxintransports und der vaskulären Wiederverbindung nach der Transplantation und den Einfluss von Auxintransportmutanten und -inhibitoren auf diese Prozesse unter Verwendung von Live-Bildgebung umfassen.
