Einzelbiene (Dasypoda sp., Dasypodaidae) besucht eine Blüte von Drosophyllum lusitanicum (Bildnachweis: F. Ojeda).
Einzelbiene (Dasypoda sp., Dasypodaidae) besucht eine Blüte von Drosophyllum lusitanicum (Bildnachweis: F. Ojeda).

Obwohl es sich bei der fleischfressenden Pflanze um eine stark autogame oder selbstbestäubende Art handelt Drosophyllum lusitanicum (Drosophyllaceae) bringt große, leuchtend gelbe Blüten hervor. In einer aktuellen Studie veröffentlicht in AoB PLANTS, Salces-Castellano et al. verwendeten ein Blütenentfernungs- bzw. ein Bestäubungsexperiment, um zu beurteilen, ob große Blüten dieser Art als Lockmittel für Beuteinsekten dienen können oder ob zuvor berichtete hohe Selbstbefruchtungsraten für diese Art in peripheren Populationen in zentraleren, weniger isolierten Gebieten niedriger sein könnten Bevölkerungen. Sie stellten eine signifikante Zunahme (15–25 %) im Samensatz von experimentell selbstbestäubten Blumen und Blumen fest, die Insektenbesuchen ausgesetzt waren, verglichen mit eingetüteten, unberührten Blumen, deren Samen nur durch spontane Selbstbestäubung produziert wurden. Angesichts der Tatsache, dass das wichtigste Lebensstadium dieser an Feuer angepassten Pflanzenart die Bildung einer dauerhaften Samenbank ist, würde jede Steigerung der Samenproduktion durch Insektenbestäuberaktivität die Pflanzenfitness erhöhen. Dies wiederum würde den Erhalt großer, auffälliger Blüten in einer stark autogamen Pflanze erklären.