
In der Viehwirtschaft verwendete Antibiotika werden über Weidetiere und Mist auf landwirtschaftliche Felder abgegeben. Von dort aus können sie durch den Verzehr antibiotikaexponierter Nutzpflanzen oder Trinkwasser die menschliche Gesundheit beeinträchtigen. Sie können auch die Leistung natürlich vorkommender Nichtzielarten beeinträchtigen. In einer aktuellen Studie veröffentlicht in AoB PLANTS, Mindenet al. zeigen, dass Antibiotika selbst in geringen Konzentrationen die Pflanzeneigenschaften signifikant beeinflussen. Ackerlandarten zeigten eine verzögerte Keimung und eine geringere Biomasseallokation, was auf mögliche Ertragseffekte in Ackerland hindeutet, das mit antibiotikahaltigem Dünger gedüngt wurde. Antibiotika können auch die Zusammensetzung von Pflanzenarten in natürlichen Feldrändern aufgrund unterschiedlicher artspezifischer Reaktionen verändern, mit unbekannten Folgen für höhere trophische Ebenen.
