
Genetische Modellorganismen haben die Wissenschaft revolutioniert, und heute, mit den schnellen Fortschritten in der Technologie, gibt es ein erhebliches Potenzial, viel mehr Pflanzenarten in den Modellstatus zu bringen. Allerdings müssen diese neuen Modellorganismen sorgfältig ausgewählt werden.
Hemerocallis (die Taglilie) erfüllt mehrere Auswahlkriterien und verdient ernsthafte Beachtung als Gegenstand intensiver biologischer Untersuchungen. Mehrere Eigenschaften der Gattung sind von großem biologischen Interesse. Dazu gehören die strenge Kontrolle der Blütenöffnung und innerhalb kurzer Zeit der genau regulierte Blütentod durch ein programmiertes Zelltodsystem. Das Selbstinkompatibilitätssystem in Hemerocallis ist ebenfalls bemerkenswert und verdient mehr Aufmerksamkeit. Wichtig ist, dass die Gattung weithin für Nahrung, medizinischen Wert und dekoratives Interesse kultiviert wird. Hemerocallis hat ein beträchtliches Potenzial als „nutrazeutische“ Nahrungspflanze und als Quelle neuer Verbindungen mit biomedizinischer Aktivität. Die Gattung wurde auch von Zierpflanzenzüchtern angenommen, und die außergewöhnliche morphologische Vielfalt von Hybridsorten, die in relativ kurzer Zeit von Amateur-Enthusiasten erzeugt wurden, ist eine außergewöhnliche Quelle für botanische und genetische Studien.
Dieses Papier ein AoB PLANTS untersucht diese Punkte im Detail und erklärt die Gründe, warum diese Gattung einen beträchtlichen Wert hat – sowohl akademisch als auch sozioökonomisch – und neue Ressourcen verdient, die ihrer Erforschung als Modell gewidmet werden. Seine Wirkung als Zukunftsmodell wird durch seine Eignung für die Kultivierung unter Labor- und Feldbedingungen verstärkt. Darüber hinaus werden etablierte Methoden für verschiedene Gewebe- und Zellkultursysteme sowie Transformationen eine maximale Nutzung dieser Gattung durch die Wissenschaft ermöglichen.
